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Abgeschlossene Forschungsprojekte

DFG-Forschergruppe 875 Historische Lebenswelten"

Die populäre Darstellung von Geschichte hat gegen Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts weltweit einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Forschergruppe untersucht anhand von Fallstudien diesen gegenwärtigen Schub der Popularisierung historischer und prähistorischer Vergangenheiten und will aus den Einzelbefunden einen interdisziplinären kulturwissenschaftlichen Ansatz zur Erfassung und Beschreibung des Phänomens entwickeln. Sie fragt insbesondere nach den soziokulturellen Funktionen des hier vermittelten Wissens, nach dessen inhaltlicher Beschaffenheit und medialen Vermittlungsformen.

Eine leitende Grundannahme ist, dass populäres historisches Wissen nicht lediglich Resultat intentionaler Wissensvermittlung ist, sondern durch 'informelle' Verbreitung in populärkulturellen Produkten konstituiert wird. Charakteristisch für die gegenwärtige populäre Geschichtsvermittlung ist, so der Ausgangspunkt, ein 'lebensweltlicher' Zugang, bei dem Vergangenheiten als eine für das jeweilige Publikum nach-erlebbare und relevante Geschichte aufbereitet werden.

Unmittelbar beteiligte Disziplinen sind Geschichtswissenschaften, Archäologie, anglistische, skandinavistische sowie slavistische Literatur- und Kulturwissenschaft, Medienpädagogik und Ethnologie. Dies sind Disziplinen, die sich einerseits mit der Erforschung von Vergangenheiten befassen, andererseits text-, medien- und kulturwissenschaftlich arbeiten und besondere Kompetenzen für die Analyse der kulturellen Konstruktion und Repräsentation von Geschichte haben.

In einem Theorie- und Ergebnisforum fließen die Ergebnisse der Einzelprojekte zusammen und werden in ausgewählten Schwerpunkten vertieft, insbesondere in ihrer theoretisch-methodischen Dimension, aber auch in ihrer Anwendungsrelevanz. Eine Nachwuchsgruppe integriert (Post-)Doktorandinnen und Doktoranden sowie Promotionsprojekte im thematischen Umfeld der Forschergruppe. Weitere Elemente des Programms sind Gastwissenschaftler, Workshops und Tagungen.

 

DFG-Projekt Universität, Wissenschaft und Öffentlichkeit"

DFG-Projektgruppe Universität, Wissenschaft und Öffentlichkeit: die Universität Freiburg, ihre Mediziner und Geisteswissenschaftler (ca. 1945-1970)"

Projektleitung: Prof. Dr. Sylvia Paletschek und Prof. Dr. Cay-Rüdiger Prüll

Am Beispiel der Universität Freiburg wird die Repräsentation (Selbstbild und Fremdbild) von Universität und Wissenschaft in verschiedenen Teilöffentlichkeiten sowie die Interaktion zwischen Universität, Wissenschaft und Öffentlichkeit im Zeitraum zwischen ca. 1945-1970 untersucht.

Das Thema wird mittels dreier Fallstudien bearbeitet: Im Teilprojekt A sollen die Repräsentation der Universität Freiburg und die potentiellen Rückwirkungen des öffentlichen Dialogs auf den Universitäts- und Fächerausbau untersucht werden. Aufbauend auf diese Analyse der disziplinenübergreifenden Universitätsentwicklung sollen Teilprojekt B und Teilprojekt C exemplarisch für die Geisteswissenschaften und die Medizin anhand konkreter Akteure, deren Netzwerke und Forschungen, die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit analysieren.

Durch die Konzentration auf einen Ort mit seinen regionalen, nationalen und transnationalen Verflechtungen können universitäts-, wissenschafts- und gesellschaftsgeschichtliche Perspektiven verbunden und empirisch gesättigte Ergebnisse zur Universitäts- und Wissenschaftsentwicklung sowie ihrer gesellschaftlichen Bedeutung in einer zentralen Phase der sogenannten Zweiten Moderne geliefert werden.

 

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