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Miriam Bräuer

Zur Person

Miriam Bräuer studierte Geschichte und Französisch auf Gymnasiallehramt an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Université de Toulouse II (Le Mirail). Im November 2016 schloss sie ihr Studium mit dem ersten Staatsexamen und der Zulassungsarbeit zum Thema „Studierende in Freiburg in den 1950er und 1960er Jahren – Alltag, Politik und Geschlecht in Oral History“ ab. Während ihres Studiums war Miriam Bräuer als Tutorin und studentische Hilfskraft am Historischen Seminar, im Universitätsarchiv sowie im Uniseum Freiburg (Universitätsmuseum) tätig. Seit 2017 ist sie wissenschaftliche Hilfskraft und Doktorandin in Neuerer und Neuester Geschichte bei Prof. Dr. Sylvia Paletschek. Ihr Promotionsprojekt „Studierende in Ost und West – Lebensstil, Generation und gesellschaftlicher Wandel am Beispiel von Jena und Freiburg (1949-1968)" wird seit Januar 2019 von der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Geschlechtergeschichte, der vergleichenden deutsch-deutschen und Universitäts- bzw. Studierendengeschichte sowie der Methode der Oral History.

 

Dissertationsprojekt

Studierende in Ost und West – Lebensstil, Generation und gesellschaftlicher Wandel am Beispiel von Jena und Freiburg (1949-1968)

Im Zentrum des Dissertationsprojekts steht ein Vergleich des Studierendenlebens in Ost und West in den 1950er und 1960er Jahren. Dieses soll exemplarisch anhand von zwei mittelgroßen Traditionsuniversitäten – Jena und Freiburg – beleuchtet werden. Auf der Basis von Zeitzeug_innen-Interviews sowie zeitgenössischen Studien und Quellen aus den Universitäts-archiven wird der Fragestellung nachgegangen, ob im untersuchten Zeitraum verschiedene studentische Generationen bzw. „Zwischengenerationen“ ausgemacht werden können: Welche (Umbruchs-)Erfahrungen in Alltag, Politik und Geschlechter-verhältnissen prägten die Studentinnen und Studenten, und inwiefern waren sie Vorreiter_innen eines gesellschaftlichen Wandels? Vertiefend werden diverse Unterthemen analysiert, vor allem die Studienerfahrung, die wirtschaftliche Situation der Studierenden, die Hochschulpolitik, der Umgang mit der NS-Vergangenheit, die deutsch-deutschen und Auslands-beziehungen, die Situation von Studentinnen und studentischen Ehepaaren (ggf. mit Kindern) sowie die jeweils vorherrschende Mentalität bzw. das studentische Selbstverständnis. Insbesondere geht es um die Untersuchung eines spezifisch studentischen und generationellen Lebensstils (z.B. Wohnen, Freizeit, Kultur, Kleidung, Konsum, Sexualität) und um die Frage, welchen Anteil Studierende an der gesellschaftspolitischen und mentalitätsgeschichtlichen Entwicklung nach 1945 hatten. Diese in der Universitätsgeschichte bisher vernachlässigte komparative Perspektive auf die deutsche Zweistaatlichkeit zielt darauf ab, neben den systembedingten Unterschieden auch gemeinsame Entwicklungen und Verbindungen zwischen Ost und West aufzuzeigen.

 

Mitgliedschaften

  • Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. (AKHFG)
  • AG Gender der Graduiertenschule Humanities (Universität Freiburg)
  • Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte (GUW)

Kontakt

miriam.braeuer@geschichte.uni-freiburg.de