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Melanie Fritscher-Fehr

 

Kurzvita

Melanie Fritscher-Fehr studierte Neuere und Neueste Geschichte, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an den Universitäten Trier und Freiburg. Im Sommer 2009 schloss sie ihr Magisterstudium mit einer Arbeit zur literarischen Großstadtwahrnehmung in den Texten Robert Walsers ab. Von April 2011 bis März 2014 arbeitete Melanie Fritscher-Fehr als Koordinatorin der DFG-ForschergruppeHistorische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart. Zudem promovierte sie zum unten aufgeführten Projekt, das vom Cusanuswerk gefördert und im April 2016 eingereicht wurde. Forschungsschwerpunkte bildeten hierbei Medien- und Kulturgeschichte, öffentliche Geschichtsnarrative, Hörfunk und Wissensgeschichte.

Von 2012 bis Januar 2016 war Melanie Fritscher-Fehr ehrenamtlich als Redakteurin der Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“ tätig und von Oktober 2015 bis April 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Sylvia Paletschek beschäftigt. Seit Mai 2016 arbeitet sie in der Stabsstelle Strategie und Hochschulentwicklung der Universität Freiburg.

 

Dissertationsprojekt (Publikation im transcript-Verlag erfolgt voraussichtlich bis zum 27. Februar 2019)

Demokratie im Ohr - Das Radio als geschichtskultureller Akteur. Schulfunk des SWF und SDR 1945-1963

 

Gegenstand der Dissertation waren Entwicklung und Inhalte des Schulfunks in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum standen historische Beiträge des Programms von 1945 bis zur Mitte der 1960er Jahre, die Quellen zur Geschichtskultur und Bildungsgeschichte der Bundesrepublik darstellen. Obwohl der Hörfunk in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Dominanz des Fernsehens das Leitmedium bildete, liegen bislang kaum Informationen zu seinem Umgang mit Geschichte, insbesondere zur Thematisierung des Nationalsozialismus vor.  Gleichzeitig wissen wir wenig über die Redakteur*innen der Nachkriegszeit und welche journalistischen Netzwerke sich im Hörfunk und Fernsehen ausbildeten. Der Schulfunk erwies sich als ein Experimentierfeld für eine junge Generation von Journalist*innen und avancierte so zu einem wichtigen und innovativen Forum für die politische Demokratisierung, für die Demokratisierung historischer Bildung und für die Annäherung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Darüber hinaus war seine Entwicklung eng mit der gesamtgesellschaftlichen und politischen Entwicklung der Bundesrepublik verwoben. Die von der zeitgeschichtlichen Forschung erarbeiteten wissenschaftlichen Leitnarrative der Westintegration, der Liberalisierung und Demokratisierung konnten über die Analyse des Schulfunks nun auch im Bereich der Massenmedien näher spezifiziert werden. Die Dissertation liefert neue Einsichten zur Frage, in welcher Form der Rundfunk seinem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag nachkam und stellt gleichermaßen einen Beitrag zur Untersuchung der Genese von historischem und damit gesellschaftlich relevantem Wissen in den bundesrepublikanischen Massenmedien bis in die 1960er Jahre dar.

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Kontakt

Melanie.Fritscher-Fehr@zv.uni-freiburg.de